Erdwärmesonden
Erdwärmesonden sind geschlossene Rohrsysteme, welche in Bohrungen bis zu einigen hundert Metern Tiefe in den Boden eingebracht werden. Jedoch gilt ab einer Tiefe von 100 m in Deutschland das Bergrecht, was durch Genehmigungsverfahren zu Problemen führen kann. Deshalb sind Erdwärmesonden zumindest in Deutschland selten tiefer als 100 m. Das zirkulierende Medium ( Ammoniak, Ammoniak-Gemisch oder Sole-Wasser-Gemisch) entzieht dem umgebenden Boden Wärme. Im Unterschied zur Nutzung von warmen oder heißen Wässern aus dem tiefen Untergrund kann Wärme aus dem flacheren Untergrund gewöhnlich nur mit Hilfe von Wärmepumpen genutzt werden. Mit Hilfe der Wärmepumpe wird die Wärme dem Sondenkreislauf entzogen, auf ein höheres Temperaturniveau gebracht und zur Beheizung von Gebäuden gebraucht. Auch in weniger tiefen und relativ kälteren oberflächennahen Bereichen bei Temperaturen zw. 7 und 11°C kann mittels Erdwärmesonden ein breites Anwendungsspektrum in kleinen und mittleren dezentralen Anlagen zur Bereitstellung von Wärmeenergie und Klimakälte für Ein- oder Mehrfamilienhäuser, Wohnblocks, Gebäudegruppen, Krankenhäuser, Schulen oder Gewerbebetriebe genutzt werden. In Deutschland werden Erdwärmesonden normalerweise in Tiefen zwischen 50 - 100 m abgeteuft, in Nordamerika, Schweden oder der Schweiz auch bis zu 150 m. Weniger tiefe Erdwärmesonden mit 10-15 m Bohrtiefe dienen häufig zur Speicherung von Solarwärme.
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