Lösungen

Weinberg
**** Hotel in Nordthüringen

Das Übernachtungsgewerbe ist in aller Welt einem starken Kostendruck ausgesetzt. Insbesondere spielen Energiekosten eine große Rolle. Die Gäste erwarten in zunehmendem Maße komfortabel eingerichtete, niveauvolle Zimmer, die auch gut klimatisiert sind. In den Hotels beschränken sich die technischen Möglichkeiten einer Klimatisierung auf wenige Räume. Darüber hinaus sind die heute gebräuchlichsten technischen Lösungen sehr energieintensiv. Ein ganzes Haus zu klimatisieren ist infolge fehlender technischer Infrastruktur kaum möglich und der Energiebedarf sprengt den vorhandenen Kostenrahmen. Heute sehen Heiz- und Kühlanlage weitgehend so aus

  • Öl-, Gas- oder Fernheizung
  • punktuelle Kühlung, z.B. Küche, Tagungsräume usw. mit Kompressor-Kälteanlagen
  • keine oder kaum Klimatisierung
  • Übertragung durch Heizkörper, Fußbodenheizung oder Lüftung

Eine Lösung dieser Probleme sind einerseits kostengünstige Energiequellen, wie erneuerbare Energien und andererseits intelligente Energieübertragungssysteme, wie moderne Flächen Heiz- und Kühlsysteme. Hybride Energieanlagen bieten ein hohes Maß an Sicherheit durch eine Redundanz der verbundenen Systeme. Sie nutzen Erd- und Sonnenwärme, Kraft-Wärme-Kopplungen, sowie für die Abdeckung von Spitzenlasten kleinere konventionelle Lösungen mit z.B. Erd- oder Biogas.

Ein Beispiel

Sehen Sie als Beispiel ein typisches **** Komforthotels in einer ländlich geprägten Region. Es verfügt über 84 Zimmer und Suiten, einen gut ausgebauten Wellness-Bereich, ein großzügiges Restaurant und einen Tagungsbereich. Es liegt exponiert am Rande der Stadt in nahezu idealer Nord-Süd Richtung. Eine große Gebäudefront weist genau nach Süden, was eine gute Sicht auf die Stadt und weit ins Land ermöglicht, aber auch im Sommer die in dieser Richtung liegenden Zimmer thermisch stark belastet.
Die thermische Energie wird gegenwärtig im Hause wie folgt erzeugt.

  • Wärme mit zwei redundant arbeitenden Erdgas-Heizkesseln von je 250 kW th. Die Vorlauftemperatur beträgt 60 °C. Übertragen wird die Wärme im Restaurant- und Tagungsbereich über eine Fußbodenheizung, sonst über Heizkörper. Die Gasverbräuche 2008 und 2009 sind bekannt. Danach beträgt der Energiebedarf der zwei Jahre durchschnittlich 602.000 kWh th.
  • Kälte wird in zwei Bereichen des Hauses eingesetzt und mit Kompressor-Kältemaschinen erzeugt.
  • Kühlung der Raumklimatisierung (Kühlung des Luftstromes mit einer Kompressor-Kältemaschine) für den Restaurant-, Tagungs- und den Wellness-Bereich.
  • Kühlung von mehreren Kühlzellen in der Küche mit einer separaten Kompressor-Kältemaschine. Eine weitere Kühlung erfolgt nicht.

Die Aufgabe ist, eine hybride Energieanlage auf der Grundlage der Verwendung erneuerbarer Energiequellen zu entwerfen, mit der

  • die Betriebskosten für die thermische Energieerzeugung gesenkt,
  • mit geringsten Betriebskosten eine Klimatisierung der Gästezimmer ermöglicht wird.

Ausgehend von den tatsächlichen Energieverbräuchen des Hauses in den Jahren 2008 und 2009 ergibt sich eine Spitzenwärmeleistung von ca. 160 kW th. Die durchschnittliche Wärmeleistung beträgt ca. 140 kW th. , ermittelt auf Basis einer Jahresdauerlinie.
Vorgeschlagen wird eine thermische Energieanlage unter Verwendung von geo- und solarthermischer Energie, die wie folgt gegliedert ist.

  • Geothermische Energieanlage (Wärmepumpe) zur Erzeugung einer Grundlast an Wärme über das gesamte Jahr mit einer Leistung von 75 kW th. Diese Anlage liefert automatisch im Verhältnis 1 : 0,8  bis 1 : 1 Kälte bis zu minus 20 °C, die zur Temperierung/Klimatisierung sowie der Tiefkühlung genutzt werden kann.
  • Solarthermische Energieanlage zur thermischen Nutzung der Sonnenenergie für eine erweiterte Grundlastbereitstellung in einer Größenordnung von ca. 25 kW th., evtl. mehr.
  • Erdgas-Heizkessel zur Abdeckung von Lastspitzen über kleinere Zeiträume im Verlaufe des Jahres. Hierzu wird einer der beiden vorhandenen Erdgas-Heizkessel mit 250 kW th. eingesetzt. Der andere Kessel wird demontiert. Erforderlich zur Deckung der Spitzenlast sind ca. 60 kW th.
  • ein zur Anlage passender Energiespeicher für die weitere Effizienzsteigerung und Vergleichmäßigung der Anlagenleistung Energiekosten aktuelle Anlage.

Energiekosten  -  aktuelle Anlage

   

Energiebedarf (kWh)

Kosten
Erdgas je kWh th. 0,06 € 602.173 36.130,35 €
Strom für Kälteerzeugung je kWh el. 0,12 € 45.000 54.400 €
Summe     41.530,35 €

Energiekosten neue Energieanlage

    Energie Nutzungsdauer Leistung Kosten je ME Kosten
      Stunden kW th.    
Geothermie kWh/a 482.000 6.427 75,00 0,12 € 1) 11.568,00 €
Solarthermie kWh/a 60.000 2320 25,00 0 € 0 €
Spitzenlastanteil kWh/a 60.000   60,00 0,06 € 2) 720,00 €
Summe kWh/a 602.000 160,00 12.288,00 €

Die neue Energieanlage liefert ausreichend Wärme und Kälte für alle Nutzungsbereiche des Hotels und spart trotzdem dauerhaft ca. 70 % Energiekosten.

Der in diesem Zusammenhang zu tätigende Investitionsaufwand beträgt etwa 260.000 Euro. Eine Refinanzierung über Leasing zu aktuellen Konditionen

Investitionsvolumen: 260.000 €
Laufzeit der Finanzierung: 10 Jahre
Sonderzahlung: 26.000 €
jährliche Ratenzahlung: 29.060 €
Restwert/Schlussrate: 5 %

Empfohlen wird, sich auf eine jährlich vorschüssige Ratenzahlung zu orientieren. Auf diese Weise sparen Sie Finanzierungskosten über die gesamte Laufzeit von ca. 15.000 Euro gegenüber einer monatlichen Ratenzahlung. Die komplette Refinanzierung wird nur aus der gesparten Energie geleistet. Nicht berücksichtigt hierbei sind mögliche staatliche Förderungen.


Haben Sie Fragen dazu  -  rufen Sie uns einfach an unter 03632-70690 oder senden Sie eine eMail unter der Adresse power@powerthermie.com.

1) anteilige Stromkosten für geothermische Energieanlage (Leistungszahl > 4,5)
2) Kosten Erdgas für Spitzenlastkessel

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